Woods’ Ärger über das Tempo

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Vor kurzem fand die ehemalige Nummer eins der Welt, dass die Länge der Putter reglementiert werden müsste. Jetzt fordert er auf der US Tour härtere Strafen für zu langsames Spiel.

Die Sache mit den langen Puttern liegt ihm schon lange am Herzen. Immer wieder sprach Tiger Woods mit Peter Dawson, dem Chef der Gralshüter der Golfregeln im schottischen St. Andrews, dass die langen Putter verboten werden müssten.
"Ich finde, der Putter sollte nicht länger als der längste Schläger im Bag sein", findet Woods. Den ganz langen Putter (Broomstick) an der Brust zu verankern und den etwas kürzeren (Belly) am Bauch, sei nicht im Sinne des Sports. "Ich glaube, putten ist die Kunst, deinen Körper und den Schläger zu kontrollieren und als Pendel zu schwingen. So sollte gespielt werden, da bin ich Traditionalist."

Immer schlimmer mit dem Tempo
So und auch schneller, wie Tiger Woods fand, nachdem er bei der Wells Fargo Championship nach einer zweiten Runde von 4:52 Stunden den Cut verpasst hatte. Das Tempo, in dem derzeit im Vergleich zu vor vier Jahren gespielt wird, nennt er "schlimmer." Die PGA Tour droht Spielern bei langsamem Spiel mit Strafschlägen, genauer: wenn sie aus dem Spielfluss des Feldes herausfallen. Aber: Erst nach zwei Verwarnungen können die Strafschläge verhängt werden. Ginge es nach Woods, würden Verwarnungen gestrichen werden. "Das würde das Spiel sofort schneller machen", sagt der Tiger und verweist darauf, dass der Unterschied zwischen Platz eins und zwei bei der Wells Fargo Championship 800 000 Dollar ausmachen. Deswegen sei das System der Tour, das wiederholtes Trödeln mit Strafen zwischen 5 000 und 20 000 Dollar belegt, unwirksam. "Jeder Schlag ist Geld", erklärt Woods, "ich nehme doch lieber die 5000 in Kauf, wenn es um vielleicht 800 Riesen geht."

Laser sollen beschleunigen
Es wird derzeit viel über die Youngster Anfang 20 geredet, die auf der Tour von sich reden machen. Zu Recht, aber für Woods auf dem Platz zu langsam – der Nachwuchs würde im gleichen Tempo wie auf dem College spielen. Das sei "unglaublich langsam" geworden, beklagt der Tiger. "So langsam, das jetzt Laser erlaubt sind, um die Entfernungen zu messen und das Spiel wieder schneller zu machen. Aber sie spielen meistens immer noch über sechs Stunden."