DP World Tour Championship: Rahm räumt ab

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Mit einem Birdie auf dem abschliessenden Loch sicherte sich der Spanier Jon Rahm total 5 Millionen Euro Preisgeld. Er führte im Final zeitweise mit sechs Schlägen, machte es dann aber nochmals erstaunlich spannend.

Schon vor zwei Jahren hatte der Spanier das Saisonfinale in Dubai für sich entschieden und einer starken Saison den Höhepunkt verpasst. Diesmal holte er sich gleich den Turniersieg und den ersten Rang in der Jahreswertung Race to Dubai. Im Final lag er zeitweise mit sechs Schlägen in Führung, am Ende benötigte er ein Birdie auf dem Schlussloch, um einem Stechen mit Tommy Fleetwood aus dem Weg zu gehen. Mit total -19 gewann er knapp vor dem Engländer.
Mit dem Rekordpreisgeld von 3 Millionen Dollar (plus 2 Millionen aus dem Bonustopf) macht er auch in der Weltrangliste einen weiteren Sprung nach vorn und klassiert sich auf dem dritten Platz. «Wahnsinn, das war mir nicht bewusst», war seine erste Reaktion auf den Grosserfolg in Dubai. 

Ferien zahlten sich aus
Speziell, vor dem grossen Saisonfinale hatte sich der Spanier sechs Wochen Ferien gegönnt und die lukrativen Turniere alle ausgelassen. «Ich habe einen Monat lang keinen Schläger mehr in der Hand gehabt. Und ganz ehrlich: Das habe ich gebraucht», sagte er im Interview. Gleich nach dem Sieg erinnerte er seine Berufskollegen, dass es nicht bloss ums richtige Training, sondern auch um die richtige Erholung gehe. «Die sechs Wochen Pause waren vielleicht etwas riskant, aber man sieht, für mich hat es sich gelohnt», freut sich 25-Jährige. 
Rahm blieb nach seinem Triumph Anfang Oktober bei der Open de Espana einfach zu Hause, verbrachte Zeit mit Freunden und seiner Verlobten Kelley Cahill, die er an Weihnachten heiraten will. Ein ganz normales Leben eben. «Wir haben keine Reisen oder irgendetwas Extravagantes gemacht, wir waren einfach nur zu Hause und haben die Zeit miteinander genossen.»
Jon Rahm ist der erste Spanier seit Seve Ballesteros' Gesamtsieg auf der European Tour 1991. «Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur daran denke», sagte Rahm noch vor der finalen Entscheidung.