LPGA: Historischer Erfolg für Albane Valenzuela

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Es ist der vorläufige Höhepunkt in der jungen Karriere von Albane Valenzuela. Als erste Schweizer Amateurin qualifiziert sie sich für die amerikanische Profitour LPGA. Das Finalturnier über acht (!) Runden beendet die Genferin als klar beste Europäerin auf dem starken 6. Rang.

«Es war ein langes Turnier und ich habe das Gefühl ich würde morgen noch weiterspielen», sagt die Genferin. «Für mich ist ein Traum wahrgeworden, es hätte hier nicht besser laufen können und es ist ein schon fast surreales Gefühl», fügt sie mit der Schweizer Fahne in der Hand an. 
Nach acht Turniertagen kommt die bald 22-jährige Studentin auf total -7. Mit der 73-er Karte zum Schluss beendete sie das Turnier auf dem sechsten Platz. Beim «Marathon» der Qualifikation spielt allerdings der Rang eine Nebenrolle. Entscheidend ist einzig der 45. Platz, der ebenfalls noch eine Tourkarte auf der besten Profitour der Frauen ergibt. Am Ende blieb Valenzuela eine höchst komfortable Reserve von 12 Schlägen (!). 

 
Starke Konkurrenz
Gut zwei Drittel der Spielerinnen im Final der Q-School haben bereits Erfahrung auf der LPGA oder der zweiten Stufe in den USA, der Symetra Tour. Für Valenzuela war die Q-School dagegen eine neue Erfahrung. Mit einem achten Rang in der Vorqualifikation schaffte sie es gleich beim ersten Versuch in den Final und liess dort praktisch alle arrivierten Proetten hinter sich. Im internationalen Feld war sie die mit Abstand beste Europäerin, gleichzeitig auch die beste Amateurin.  
Albane Valenzuela ist damit die erste Schweizer Amateurin, welche sich für die LPGA qualifizieren kann. Die Zürcherin Evelyn Orley spielte 1993 eine Saison in den USA, allerdings war sie damals einige Jahre Profi und hatte 1990 schon je ein Turnier auf der Asia und der Ladies European Tour gewonnen. Als allererste Schweizerin hatte sich übrigens Carole Charbonnier schon 1980 für die LPGA qualifiziert. Ihr bestes Resultat war 1982, der zweite Rang an der Mary Kay Classic.

Tokio 2020 
Valenzuela hat in ihrer jungen Karriere als Amateurin schon öfters gezeigt, dass sie mit den Weltbesten mithalten kann. So unter anderem mit dem 21. Rang an den Olympischen Spielen in Rio oder bei diversen Majors. Aktuell wäre sie ganz knapp nicht für die nächsten Spiele in Tokio qualifiziert. Dank den Startmöglichkeiten auf der LPGA steigen ihre Chancen dafür nun wieder massiv an.

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