VP Bank Ladies Open: Sensationeller Sieg von Elena Moosmann

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Start-Ziel-Sieg der 17-jährigen Amateurin Elena Moosmann. Die Zugerin setzte sich im verkürzten Matchplay-Final zwei Mal gegen Profis durch und feiert mit dem ersten Schweizer Titel beim VP Bank Ladies Open ihren grössten Erfolg der jungen Karriere.

„Ich bin etwas sprachlos, damit habe ich vor dem Turnier natürlich nicht gerechnet“, sagt Elena Moosmann direkt nach dem entscheidenden Putt im Final. Gegen die Engländerin Hayley Davis war Moosmann im Kurzmatchplay über 9 Loch zumeist in Front. Unter anderem weil die Schweizer Amateurin ihren letzten Abschlag ins hohe Gras schoss, wurde es nochmals höchst spannend. „Ich wusste es ist erst fertig, wenn alles klar ist, dass ich zwei Matches gegen zwei Profis gewonnen habe, macht es natürlich noch etwas spezieller.“ Sie habe versucht die vielen Zuschauer und Fotografen auszublenden, ebenso das aktuelle Resultat. „Das ist mir ganz gut gelungen und ich war eigentlich nie richtig nervös“, erzählt die überglückliche Amateurin, welche von Freunden und Verwandten in den Arm genommen wurde noch vor der Siegerehrung.

Zwei Matchpay-Siege
Schon im Halbfinal gegen die schwedische Proette Emma Nilsson – immerhin Order-of-Merit-Gewinnerin des Vorjahres – behielt die Amateurin die Nerven und beendete das Match nach neun Löchern «all square». Aufgrund der besseren Klassierung in den Strokeplay-Runden stieg Moosmann ins Finale auf, Nilsson wurde in die Rangierungs-Matchplays für die Plätze 3 bis 26 eingeteilt. Wo sie gegen die Tessinerin Anaïs Maggetti verlor und dadurch auf den 15. Schlussrang zurückfiel.
Aus der grossen Siegesparty am Abend aber wurde für Elena Moosmann nichts, die 17-Jährige setzte sich nach der Siegerehrung neben ihre Mutter Erika Moosmann auf den Beifahrersitz, um abends zu Hause für die Schule zu lernen. Die Mutter allerdings kennt nun das Erfolgsrezept ihrer Tochter: «Künftig gehen wir vor jedem Turnier gemeinsam ins Kino», sagte sie bei der Siegerehrung augenzwinkernd. Mutter und Tochter hatten sich am Donnerstagabend in Buchs/SG die neueste Folge von «Monsieur Claude» angesehen. Elena Moosmann ist die zweite Amateurin nach Olivia Cowan (Deutschland/2015), die das LETAS-Turnier in der Ostschweiz gewinnen konnte.
Neben der Turniersiegerin qualifizierten sich zwei weitere Schweizerinnen für die zweite Matchplay-Runde: die Tessinerin Anaïs Maggetti, die nur noch selten auf der Tour spielt und derzeit eine Ausbildung zum Teaching Pro absolviert, sowie die St. Galler Amateurin Chiara Tamburlini. In der ersten Matchplay-Runde ausgeschieden sind dagegen Turnierbotschafterin Melanie Mätzler sowie Caroline Rominger.
Die Rückkehr des Winters am ersten Mai-Wochenende war auch für das 6. VP Bank Ladies Open im GC Gams-Werdenberg nicht ohne Folgen geblieben. Bereits die zweite Strokeplay-Runde vom Samstag war am Nachmittag von stürmischen Winden, kalten Temperaturen und einzelnen Regengüssen geprägt gewesen und hatte schliesslich kurz nach 18 Uhr unterbrochen werden müssen, weil Windböen die Bälle auf den Grüns bewegten. Fertiggespielt wurde die zweite Runde am Sonntagvormittag ab 8.15 Uhr. Und während zu dem Zeitpunkt nahezu die gesamte Schweiz unter einer Schneedecke gelegen hat, blieb das obere St. Galler Rheintal von Frau Holle mehr oder minder verschont: Sehr kalt und nass war es zwar auch in Gams, aber die zwischenzeitlich fallenden Schneeflocken (und auch die Hagelkörner am Nachmittag) lösten sich bei Bodenkontakt auf.
Aufgrund der Verzögerung musste das Programm für den Finaltag allerdings verkürzt werden: Statt der ursprünglich vorgesehenen drei Matchplay-Runden (über jeweils 9 Löcher) wurden nur deren zwei gespielt. Die Top-4-Klassierten nach den beiden Strokeplay-Runden qualifizierten sich direkt für die Halbfinals. Bitter für die Schweizer Amateurin Klara Wildhaber, die das Feld nach Runde 1 angeführt hatte, am Samstag aber nachmittags starten musste und buchstäblich «vom Winde verweht» worden ist. Sie klassierte sich nach den Strokeplay-Runden im geteilten vierten Rang, verpasste die Halbfinals aber aufgrund des schlechteren Scores in Runde 2. Trotzdem war die 19-jährige Spielerin vom GC Sempachersee mit dem Turnier "insgesamt aber höchst zufrieden.“ 
 
Livescoring


VP Bank Ladies Open 2019 - Impressionen