Drei Spitzenspielerinnen starten in den Staaten

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Ginnie Lee und Victoria Levy vom Golfclub Lausanne, sowie die Genferin Caroline Sturdza werden bald in den USA studieren. Damit sind dann 20 Amateure aus dem Swiss Golf Kader in den Staaten. 

Immer im November werden die Stipendien-Verträge zwischen den Sportlern und den amerikanischen Universitäten für das nächste Jahr unterschrieben. Nicht zuletzt dank dem Erfolg von Albane Valenzuela und den beiden Lausanner Schwestern Kim und Morgane Métraux folgen weitere Westschweizer Spitzenamateure dem Weg über die amerikanischen Universitäten. Ginnie Lee startet nächsten Herbst an der Virginia Tech, Victoria Levy wird an der University of Central Florida (UCF) studieren und Caroline Sturdza beginnt im nächsten Jahr in Stanford.
 
Drei verschiedene Unis
«Ich bin sehr stolz auf das 100 Prozent Stipendium», sagt die erst 17-Jährige Levy. Die UCF gelte als Top-Schule, das Team spielt in der ersten Division und die Lage in Orlando, sei ideal. «Deshalb habe ich mich für dieses Angebot der Uni entschieden», fügt die aktuelle Sport-Gymnasiastin an. Ursprünglich hätte sie erst im Herbst 2022 mit dem Studium beginnen wollen, nun kann ich schon im Januar 2022 zum Team stossen.
Ihre Clubkollegin Ginnie Lee freut sich auf ihr Studium in Virginia. «Ich habe mich sofort mit den Coaches von Virginia Tech verstanden, die Uni ist bekannt für ihre technische Ausbildung und bekomme erst noch 70 Prozent der Schulkosten als Stipendium bezahlt», erläutert Lee ihre Wahl. Sie absolviert die Matura wie Levy am Sport-Gymnasium Auguste Piccard in Lausanne, in den USA möchte sie dann wohl IT studieren. 
Wie ihre Genfer Kollegin Albane Valenzuela bekommt auch Caroline Sturdza einen Studienplatz an der kalifornischen Stanford-Uni. Diese gilt in allen fast Rankings als Nummer eins für Golferinnen und Golfer. Der bekannteste Absolvent ist immer noch Tiger Woods. «Ich kann es kaum erwarten, mit den besten Studentinnen der Welt zu spielen», sagt Sturdza mit Blick auf die nächste Saison. «Ich weiss, es wird nicht einfach sein, sich dort überhaupt ins fünfköpfige Team für die Turniere zu qualifizieren, aber ich bin fest überzeugt, dass ich es schaffen kann», erklärt sie kurz nach der finalen Entscheidung für den grossen Schritt in Richtung Kalifornien. 
 
Viel Aufwand für die Auswahl
Der Aufwand für die ganze Bewerbung sei schon enorm gross gewesen. Allein in Stanford hätten sie 24 verschiedene Personen um alle möglichen Aspekte rund um Sport und Schule gekümmert. «Ohne die riesige Unterstützung meiner Eltern wäre es gar nicht möglich gewesen, alle Abklärungen zu treffen. Insgesamt hatten wir mit fast 30 Schulen Kontakt, nun bin ich natürlich überglücklich, dass es gerade mit Stanford geklappt hat», ergänzt die ehemalige Schülerin der École Moser in Genf. Die gute Matura-Note habe entscheidend dazu beigetragen und vielleicht habe sie auch von den überzeugenden Leistungen von Albane profitieren können. «Wie sie, werde ich versuchen dem Team etwas zu bringen.»
Die vier Jahre ältere Valenzuela schloss ihr Studium in Stanford diesen Sommer ab, spielt nun auf der amerikanischen LPGA, aber kennt Sturdza natürlich schon lange: «Sie hat unglaubliches Talent und viel Potenzial. Ich bin so froh, dass sie nach Stanford geht, es ist ein fantastisches College. Sie wird es lieben!»
 
20 Kader-Spieler in den USA
Wegen Corona ist die Situation auch für die Studenten in den Staaten nicht ganz einfach. Trotz Einschränkungen und online Unterricht sind viele nach den Sommerferien wieder zurück in die USA gereist. Aktuell sind nicht weniger als acht Männer und neun Frauen in den verschiedenen amerikanischen Universitäten eingeschrieben, welche bei Swiss Golf in ein Amateur-Kader integriert sind. Dazu kommen noch knapp ein halbes Dutzend weitere Schweizer Studenten in den Staaten ausserhalb der Swiss Golf Kader.