Welche Sprache sprechen eigentlich die Golfer?

Die Anglizismen im Golfsport sind die natürliche Konsequenz der britischen Herkunft und der extremen Verbreitung des Golfsports in den angelsächsischen Ländern. Für einige Wörter gibt es gleichbedeutende Ausdrücke im Deutschen; für andere hingegen nicht. Es ist nutzlos, sie unbedingt übersetzen zu wollen, z. B. Birdie (Vöglein), Wedge (Keil) oder Fairway (schöner Weg). Deshalb spielen wir Golf mit den dazugehörigen englischen Ausdrücken und erleichtern uns so das Leben.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der am häufigsten verwendeten englischen Ausdrücke mit einigen nützlichen Übersetzungen:

Addressing the ball (Ansprechen des Balles): Der Moment, in dem der Spieler seinen Stand einnimmt und den Schläger hinter den Ball setzt.

Airshot (Luftschlag): Versuch eines Schlages, der aber den Ball nicht trifft. Zählt als Schlag.

Approach (Annäherung): Ein Schlag über eine kurze Distanz, mit dem Zweck, das Green zu erreichen und den Ball möglichst nahe an die Fahne zu legen.
Bag: Die Goltasche wird oftmals auch als Bag bezeichnet.

Birdie: Lochergebnis, ein Schlag unter Par.

Bogey: Lochergebnis, ein Schlag über Par. Ein Doppelbogey ist dementsprechend ein Lochergebnis mit zwei Schlägen über Par. Ein Triple-Bogey ist ein Lochergebnis von drei Schlägen über Par.

Break: Kurve, die der Ball auf dem Grün rollt, wenn dieses nicht eben ist.

Bunker (Sandhindernis): Vertiefte Bodenstelle, aufgefüllt mit Sand, die sich meistens in der Nähe des Grüns oder auf der Spielbahn befindet.

Cup: Ein Cup ist der Locheinsatz oder das Loch selbst.

Cart: Motorisiertes Gefährt, das den Golfer und die Golfschläger über den Golfplatz transportiert.

Chip: Ein Annäherungsschlag aus der unmittelbaren Nähe des Grüns, der den Ball in niedriger Flughöhe nach Möglichkeit ins Loch oder zumindest nahe an das Loch bringen soll.

Club (Golfschläger): Schläger zum Schlagen des Balles mit „Köpfen aus Holz, Eisen oder Kunststoffen. Die Schläger haben unterschiedliche Anstellwinkel, die es ermöglichen, mit dem gleichen Schwung verschiedene Distanzen zu spielen. (14 Clubs maximal). Es gibt drei verschieden Arten von Clubs: Hölzer, Eisen und Putter.

Club House: Wie in vielen anderen Sportarten das Gebäude, in welchem sich Umkleideräume, das Restaurant, die Bar und andere Einrichtungen befinden.

Dogleg: Loch, dessen Spielbahn nach links oder rechts abbiegt.

Drive: Der erste Schlag vom Abschlag, bei einem langen Loch meistens mit dem Driver geschlagen.

Driver: Der Schläger mit dem längsten Schaft für die längsten Distanzen, der fast ausschlieslich vom Abschlag genutzt wird.

Driving Range: Auch für einen Golfer heisst es: üben, üben, üben! Um weite Schläge zu trainieren oder zum Aufwärmen vor der Runde, geht der Golfer auf die sogenannte Driving Range. Die Driving Range ist das Übungsgelände. Am Ballautomaten „zieht“ sich der Golfer dafür Bälle. Nach Einwurf einer Ballmarke (auch "Token" genannt) oder von Münzgeld füllt der Golfer einen Eimer mit Übungsbällen und sucht sich einen freien Platz zum spielen.

Droppen: Fallenlassen des Balles nach den Golfregeln, um ihn nach den Reglen wieder ins Spiel zu bringen – mit ausgestrecktem Arm auf Schulterhöhe.

Divot: Ein beim Spielen herausgeschlagenes Stück Rasen. Es muss gemäss der Etikette sofot zurückgelegt und festgetreten werden.

Eagle: Lochergebnis, zwei Schläge unter Par.

Etikette: Kodex der guten Sitten gegenüber den Mitspielern und Mitspielerinnen auf dem Platz. Zur Etikette gehören Richtlinien zur Sicherheit und Rücksichtnahme auf dem Platz, zum Vorrecht auf dem Platz und zur Schonung des Platzes.

Fairway: Die Spielbahn zwischen Abschlag und Grün mit kurz geschnittenem Rasen.

Flight: Bezeichnung für eine Gruppe von Spielern, die zumeist aus zwei oder drei Spielern, aber niemals mehr als vier Spielern besteht.

Fore: International üblicher Warnruf eines Spielers bei Gefahr durch einen fehlgeschlagenen Ball, der andere Spieler auf dem Golfplatz gefährden könnte.

Green (Grün): Eine für das Putten mit einem besonders kurzen Rasen hergerichtete Fläche, in die an wechselnden Stellen das Loch gesetzt wird.

Green Fee: Gebühr, die man zahlen muss, um auf einem fremden Platz zu spielen.

Greenkeeper: Der für die Platzpflege verantwortliche Mitarbeiter einer Golfanlage.

Grip: Bezeichnet sowohl die Art und Weise, wie man den Club in den Händen hält, als auch jenen Teil des Clubs (in Leder oder Gummi) wo man den club anfasst.

Green (Grün): Eine für das Putten besonders hergerichtete Fläche mit kurzem Gras, in die an wechselnden Stellen das Loch gesetzt wird.

Handicap (Vorgabe): Bezeichnung für das Spielpotential von Amateuren. Profis haben ken Handicap.

Hole-In-One: Das Spielen einer Spielbahn mit nur einem Schlag vom Abschlag bis ins Loch (auch Ass genannt).

Links: Ein „Links Course“ ist ein Golfplatz, der an den Gestaden eines Meeres auf Dünen angelegt worden ist.

Order of Merit: Rangliste

Par: Par ist die Schlagzahl, die für ein Loch oder einen Platz als ideale Schlagzahl festgelegt wurde. Beispielsweise ein Par-4-Loch muss in vier Schlägern gespielt werden.

Penalty (Strafschlag): Anzahl Schläge, die in den Reglen festgelegt sind und die man seinem Spielergebnis hinzuzählen muss, wenn man während des Spiels Regelverstösse begeht.

PGA: Abkürzung für Professional Golfers Association. Die PGAs sind Berufsverbände der Berufsspieler und Berufsspielerinnen. Die nationale PGA in der Schweiz ist die Swiss PGA.

Pin Position: Bezeichnet die Position des Fahnenstocks auf dem Grün. Die Pin Position wird zur Schonung der Grüns regelmässig geändert.

Pitch: Kurzer Schlag, bei dem der Ball möglichst steil herabfällt, damit er nicht lange rollt, sondern möglichst schnell liegenbleibt.

Pitching Wedge: Schläger (Eisen) , mit sehr starkem Loft, der dazu führt, dass der Ball nach dem Treffmoment schnell steigt und fällt und wenig rollt. Das Pitching Wedge wird besonders bei Annäherungsschlägen (Pitches) um das Grün benutzt.

Pitchmarke: Dieser Ausdruck bezeichnet ein Einschlagloch auf dem Grün, das durch ein auf dem Grün landender Ball verursacht hat. Es gehört zur Etikette, dieses Einschlagsloch auf dem Green immer auszubessern.

Practice Area: Übungsgelände (Driving Range)

Pro: Abkürzung für "Professional", also einen Berufspieler, der entweder Golfunterricht gibt (Teaching Pro) oder von Preisgeldern lebt (Playing Pro). 

Pro-Am: Ein Wettspiel, bei dem Professionals und Amateure ein Team bilden.

Pro-Shop: Laden, der zumeist vom Pro geführt wird, in dem man die für das Golfspiel notwendige Ausrüstung und Kleidung kaufen kann.

Putt: Ein Putt ist ein Schlag, der meistens auf dem Grün mit dem Putter durchgeführt wird. Der Ball fliegt nicht, sondern er rollt.

Putter: Schläger mit senkrechter Schlagfläche, der auf dem Grün dazu dient, den Ball zum Loch zu rollen.

Putting Green: Grün zum üben von Putts.

Rangefee: Gebühr, die man als Gast in einem fremden Golfclub vorab für die Benutzung der Übungsanlagen bezahlen muss. Die Driving-Range-Bälle sind je nach Anzahl zusätzlich zu bezahlen.

Rough: Als Rough bezeichnet man die Bereiche, die um die Fairways (Spielbahnen) und Grüns liegen und eine höhere Schnitthöhe als die Fairways aufweisen.

Score: Spielergebnis. Der Score wird nach dem Spielen von jedem Loch in der Scorekarte (Zählkarte) aufgeschrieben. Nach 9 oder 18 Löchern lässt sich so der Gesamtscore zusammenzählen.

Swing (Schwung) : Der ganze Bewegungsablauf des Spielers beim Schlag.

Tee:  Das Wort hat im Golfsport zwei Bedeutungen. Zum einen bezeichnet es den Abschlag, einen markierten Ort, von wo aus der erste Schlag an einem Loch vorgenommen wird. Zum anderen bezeichnet man als Tee auch jenen kleinen Gegenstand aus Holz oder Plastik, den man in den Boden steckt, um den Ball für den Abschlag höher aufzusetzen.

Toppen: Den Ball im Treffmoment auf der oberen Hälfte schlagen. Der Schlag ist meistens ein schlechter und kurzer holpriger Schlag.

Trolley: Ein Wägelchen, auf dem man seine Golftasche transportiert.

Wedge: Ein Schläger für Annäherungsschläge mit einem starken Loft, der hohe kurze Schäge ermöglicht.