Golf ist grün !

 

NACHHALTIGKEITS-NEWS

Mehr Geld für GEO-Zertifizierung
Abfall- und Recyclinganalyse im GC Wylihof - Bündner sind überzeugt
Vögel willkommen
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Allgemeine News


EINFÜHRUNG 

Swiss Golf wünscht sich – und fördert mit proaktiven Massnahmen – die nachhaltige Bewirtschaftung der Plätze der angeschlossenen Clubs. Anlässlich einer Umfrage, die am Stand von Swiss Golf beim European Masters 2019 durchgeführt wurde, ist die Nachhaltigkeit im Golfsport für 89 Prozent der Teilnehmer sehr wichtig und für 9 Prozent wichtig. Diese Zahlen belegen, dass das nachhaltige Wirtschaften zu den Erwartungen der Golferinnen und Golfer gehört.

Präsentation der Kommission Golfanlagen und Nachhaltigkeit von Swiss Golf 

Golf ist grün ! The 10 golden rules


In der Schweiz umfassen die Golfanlagen eine Fläche von 35 km2 – d.h. ebenso viel wie die Stadt Sitten oder ein bisschen weniger als der Zugersee.
Quelle: 24 heures

Ein Golfplatz besteht aus 40 Prozent Naturgebiet und 30 Prozent Rough, d.h. aus 70 Prozent vom Menschen kaum beeinflusster Fläche!  



Die Naturgebiete (Wälder, Flüsse, Biotope) und die Wiesen (für das Spiel gesperrt), betragen im Durchschnitt 40 Prozent der Fläche einer Golfanlage. In diesen Zonen beschränkt sich der Unterhalt auf ganz bestimmte Massnahmen (Beschneidung oder spätes Ausmähen). Die Roughs umfassen zwischen 25 und 30 Prozent eines Golfplatzes. Der Unterhalt beschränkt sich dort meistens auf einfaches, je nach Saison mehr oder weniger häufiges Mähen.
Die Fairways nehmen eine etwas geringere Fläche als die Roughs ein, d.h. zwischen 25 und 30 Prozent des Golfplatzes. Der Unterhalt der Fairways ist jedoch intensiver; in der Düngungszeit kann zwischen 0 bis 4 Mal pro Woche gemäht werden. Wenn nötig greifen die Clubs auch auf phytosanitäre Behandlungsmethoden zurück oder bewässern die Fairways bei Bedarf nur sparsam und gezielt. 

Die Tees (2 Prozent der Gesamtfläche eines Golfs) werden ähnlich wir die Fairways gepflegt.
Auch wenn die Greens nur 2 Prozent der Fläche einer Golfanlage ausmachen, widmen die Greenkeeper den grössten Teil ihrer Arbeitszeit dem Schnitt und der Bewässerung der Greens, möglicherweise täglich während der Hochsaison. Dazu kommen mechanische Eingriffe und bei Bedarf der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Interessant ist die Tatsache, dass sich 80 Prozent der phytosanitären Behandlungen auf 4 Prozent der Fläche eines Golfplatzes konzentrieren (Greens und Tees)!

Quelle: ffgolf.org



Interessant ist auch die Feststellung, dass die Naturräume zunehmen, je grösser die Gesamtfläche einer Golfanlage ist. Es macht in der Tat nicht viel Sinn, Greens, Fairways oder Tees endlos zu vergrössern. 
In der Schweiz tendiert man auf eine Verteilung gemäss der Drei-Drittel-Regel.  
– maximal 1/3 der Gesamtfläche für intensiven Rasen (Greens, Tees, Fairways) und Bauten (Gebäude, Wege, Bunker),
– maximal 1/3 der Gesamtfläche für Roughs, d.h. extensive Wiesen und/oder Gebüsch, aber kein semi-intensiver Rasen,
– mindestens 1/3 der Gesamtfläche für natürliche Gebiete und Biotope (Flächen mit hohem ökologischem Wert).
Genauere Informationen im Dokument: «Ökologischer Ausgleich – Definition und rechtliche Verankerung»  


MISSION
Swiss Golf unterstützt seine Mitglieder dabei, Ressourcen nachhaltig und messbar einzusetzen, die Biodiversität zu fördern, unsere Umwelt verantwortungsvoll zu gestalten und das Golfspiel in Kombination mit der Gesundheitsprävention für Jung und Alt zu fördern.

Die Akteure der Nachhaltigkeit


Was bedeutet Nachhaltigkeit?
Die Nachhaltigkeit stützt sich auf drei voneinander abhängige Pfeiler:



Swiss Golf arbeitet mit OnCourse® und der GEO-Zertifizierung für sein Nachhaltigkeits-Programm
Das Progamm OnCourse® wurde von Swiss Golf und der Kommission Golfanlagen und Nachhaltigkeit nach eingehender Prüfung gewählt.
Ein wichtiger Grund dieses Entscheides ist die Tatsache, dass das OnCourse®-Programm den zertifizierten Clubs erlaubt, sowohl schweizerische wie internationale Benchmarks einzusehen. Das Tool OnCourse®-Switzerland garantiert den Clubs zudem, jederzeit den Zugriff auf die neuesten gesetzlichen Standards für Golfanlagen (Gewässerschutzverordnung, Verordnung zur Reduktion von Risiken beim Umgang mit besonders gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen, usw.)
OnCourse® wurde durch die GEO Foundation in enger Zusammenarbeit mit dem R&A, Swiss Golf und anderen Golfverbänden aus unseren Nachbarländern entwickelt. 
 
Das «GEO – Swiss Golf Agreement» wurde am 12. April 2019 von Swiss Golf und der GEO Foundation mit dem Ziel unterzeichnet, alle Schweizer Golfclubs/Golfanlagen bis 2027 zu zertifizieren oder zumindest für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.
 
 
REGISTRIERTE CLUBS
Die Liste der GEO zertifizierten oder beim OnCourse-Programm registrierten Clubs ist auf diesem Link ersichtlich.
 
 
SWISS GOLF UNTERSTÜTZT DIE CLUBS AUF DEM WEG DER GEO-ZERTIFIZIERUNG
Das Nachhaltigkeitsprogramm von Swiss Golf zielt darauf ab, dass Schweizer Golfclubs aktiv eine messbare Leistung im Bereich der Nachhaltigkeit anstreben. Die in North Berwick (Schottland) ansässige, internationale gemeinnützige Organisation Golf Environment Organization (GEO) Foundation hat Methoden entwickelt, Nachhaltigkeit im Golfsport messbar zu machen. Dies auf einfache und unkomplizierte Art. Mittlerweile verwaltet GEO das weltweit führende Nachhaltigkeitssystem für den Golfsport. Das digitale Tool OnCourse® hilft Golforganisationen (Clubs, Golfanlagen, usw.) eine nachhaltige Entwicklung zu betreiben. Die OnCourse®-Registrierung ist der erste Schritt auf dem nachhaltigen Weg einer auf die Zukunft ausgerichteten Golfanlage. Der Weg zur (höchsten) Auszeichnung GEO Certified® führt über folgende Schritte:
 
1. Abo-Phase
Der Club teilt Swiss Golf seinen Wunsch mit, das Nachhaltigkeitsprogramm zu starten und erwirbt die Mitgliedschaft bei GEO-OnCourse®. Swiss Golf und der betreffende Club unterzeichnen eine Vereinbarung, welche dem Club bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms und der OnCourse®-Registrierung Hilfe und Unterstützung durch Swiss Golf zusichert. Der Club erhält die neuste Version von OnCourse®.
 
2. Analyse-Phase
Bewertung der Stärken und Schwächen, der Risiken und Chancen eines Clubs/einer Golfanlage.
Identifizierung von Verbesserungsbereichen (AFI = Areas For Improvement).
Sobald diese Bestandsaufnahme abgeschlossen ist, erarbeitet der Nachhaltigkeits-Berater gemeinsam mit der Geschäftsführung des Clubs eine sinnvolle Nachhaltigkeits-Strategie, einschliesslich Zeitplan für die Umsetzung.
 
3. Definieren der Strategie / Aktionsplan-Phase
Die formulierte Strategie wird zu einer klaren Vision weiterentwickelt und daraus ein zielgerichteter, gut dokumentierter Umwelt-Aktionsplan erarbeitet. Letzterer soll «SMART» (spezifisch – messbar – erreichbar/accessible – realistisch – zielorientiert/target) sein. Der GEO-Nachhaltigkeitsberater überprüft die im Umwelt-Aktionsplan festgelegten Ziele und Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit und Realisierbarkeit.
 
4. Durchführungs-Phase
Der Club beginnt mit der Umsetzung des Aktionsplans. Der Berater hilft bei Schwierigkeiten und zeigt, wenn nötig, alternative Wege auf; er nimmt in dieser Phase eine Begleitfunktion ein.
Der Club entwickelt einen kontinuierlichen Verbesserungszyklus: plan (planen) – do (umsetzen) – check (überprüfen) – act (handeln)!
 
5. Zertifizierungs-Phase
Wenn der Club/Golfanlage beschliesst, die GEO-Zertifizierung (GEO Certified®) anzustreben, sind folgende Punkte zu beachten: Sobald Berater und Club gemeinsam die vollständige Dokumentation und den umgesetzten Aktionsplan bewerten, setzt sich der Club mit dem GEO-Sustainability-Manager in Verbindung; dieser wird einen Prüfer beauftragen, den abschliessenden Zertifizierungsschritt zu vollziehen.

Infosheet Swiss Golf - GEO

 
BEISPIELE VON NACHHATIGKEITS-PROJEKTEN, DIE AM EUROPEAN MASTERS 2019 PRÄSENTIERT WURDEN
Nachhaltigkeit war das zentrale Thema am Stand von Swiss Golf anlässlich des European Masters 2019 in Crans-Montana. Die Clubs hatten die Möglichkeit, ihre Projekte zum Thema Nachhaltigkeit bei dieser Gelegenheit vorzustellen.
Liste der eingegangenen Projekte: (gewünschte Projekte anklicken)

1.       Losone - Reduzierung des Energiebedarfs
2.       Saint Apollinaire - Golf fördert die Biodiversität
3.       Saint Apollinaire - Reduktion des Energie- und Wasserbedarfs
4.       Kyburg - Verminderung des Energiebedarfs
5.       Kyburg - Golf fördert die Biodiversität
6.       Sempach - Golf fördert die Biodiversität
7.       Sempach - Golf ist gesund für Jung und Alt
8.       Domaine du Brésil - Schöne, naturnahe Gebiete
9.       Obere Alp - Ein Lebensraum für den Rotmilan  
10.     Obere Alp - Blumenwiesen und Biotope
11.     Sagogn - Projekt Solarenergie
12.     Vuissens - Verborgene Schönheiten
13.     Vuissens - Das Wasser
14.     Hittnau-Zürich - Ein grosses Anliegen 
15.     Hittnau-Zürich - Wassermanagement
16.     Lausanne - Ein neues Zuhause für Enten
17.     Lausanne - Ein Teich für Frösche und Kröten
18.     Klosters - Ökologisches Leitbild
19.     Golfpark Moossee - Die Libelle, farbig glitzernde Flugkünstler
20.     Golfpark Moosee - Der Eisvogel, ein Symbol für das Engagement der Migros Aare für Natur und Umwelt
21.     Lavaux - Es lebe der Apfel!
22.     Bonmont - Erhalt eines Standortes von Waldorchideen
23.     Bonmont - Erhalt einer Bevölkerung von Geburtshelferkröten
24.     Breitenloo - Aktiv gelebte Nachhaltigkeit 
25.     Bretienloo - Magerwiesen